Ihr Bürgermeister der Stadt Westerstede

Unsere Pläne für das laufende Jahr.

„Keine Schuld ist dringender, als die, Dank zu sagen.“ Das hat der römische Schriftsteller Cicero schon gesagt, und ich möchte an dieser Stelle besonders meinen Dank an die vielen Ehrenamtlichen, an die vielen Helferinnen und Helfer aussprechen. Denn das, was ehrenamtlich geleistet wird, trägt auch zum großen Teil zum Wohlergehen unserer schönen Stadt bei, wobei ich selbstverständlich und ausdrücklich unsere Dörfer einschließe.



Klaus Groß

Die Stadt würdigt dieses Engagement ja einmal im Jahr mit dem „Ehrenabend für Ehrenamtliche“; er wird übrigens in diesem Jahr am 2. Juli stattfinden.
Gegenwärtig befassen wir uns mit den weiteren Vorbereitungen für den so genannten Rahmenplan, der die künftige Entwicklung unserer Stadt steuern und für Westerstede ein Stadtprofil generieren soll. Die Weichen mit den vielen vorbereitenden Arbeiten und dann mit der Auftaktveranstaltung, dem Bürgerinformationsabend Ende November im Dannemann-Forum, sind in diese Richtung ja bereits gestellt worden.
So ein Stadtprofil gewinnt in der Außendarstellung nur durch Konzentrierung auf bestimmte Eigenschaften und konsequentes Umsetzen an Schärfe. Dazu fehlt vielen Städten der Mut, wenn z. B. versucht wird, von allem etwas zu bieten. Mit dieser Beliebigkeit wird häufig das Gegenteil erreicht und keine der Zielgruppen fühlt sich letztlich ernsthaft angesprochen.
Die Bürgerinnen und Bürger, Gäste, Investoren, Handel und Gewerbe etc. werden davon ausgehen, dass, wenn eine Kommune in einem bestimmten Bereich gut und professionell aufgestellt ist, sie es dann auch auf allen anderen Gebieten ist.
In diesem Sinne gilt unser Einsatz dem Projekt „Gesundheitsstadt im Grünen“, unsere Leitidee, die wir in den nächsten Jahren versuchen werden umzusetzen. Die Einschränkung deshalb, weil natürlich auch das gesamtwirtschaftliche und das finanzielle Umfeld passen müssen.
Ein wichtiges Merkmal des Projektes ist die Familienfreundlichkeit, die Bildung, die Ausbildung. Hier sind wir gefordert, vorbildliche Strukturen zu schaffen, denn wir werden in den nächsten Jahren unter anderem in einem Wettbewerb um Arbeitskräfte stehen. Auch den sog. demografischen Wandel, eben das Älterwerden der Gesellschaft mit all ihren langfristigen Folgen, müssen wir bei unseren Zukunftsentscheidungen im Focus haben und in unsere Überlegungen einfließen lassen.
Was müssen, was können wir als Kommune überhaupt tun, welchen Handlungsraum haben wir? Wir wollen im begrenzten Feld unserer finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten Rahmenbedingungen schaffen, dazu beitragen, dass Wirtschaft und Gesellschaft sich in Westerstede entwickeln können. Wir können gezielt Planungen auf den Weg bringen, Flächen erwerben, die Infrastruktur stärken. Wir können städtebauliche Signale setzen, Hemmnisse beseitigen, innerörtliche oder dörfliche Strukturen verbessern.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Wirtschaftsförderung, und hier besonders die Bestandspflege, der vertrauensvolle Umgang und die Kommunikation mit den Unternehmen. So erfahren wir frühzeitig über Pläne und Ziele, aber auch, was die Firmen bedrückt, was Ihnen Probleme bereitet. Manchmal sind es Dinge, die sich einfacher lösen lassen als man denkt.
Diese positive Fortentwicklung der Stadt ist nur möglich, wenn zwei Dinge zutreffen, nämlich Vertrauen und enge Zusammenarbeit. Und stets ist Kreativität gefordert, und Mut, auch neue und ungewöhnliche Wege zu beschreiten. Dass es dabei manchmal nur ein wenig Phantasie bedarf, zeigt die folgende, recht amüsante Anekdote:
Es gibt eine alte Geschichte über eine Straße in Wien, in der sich vier Bäckereien befanden. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, stellte die erste ein Schild neben den Eingang, auf dem sie das feinste Gebäck in ganz Wien offerierte. Die zweite Bäckerei antwortete mit einem Schild: Die feinsten Backwaren in ganz Österreich. Die dritte konterte mit dem Angebot: Die besten Backwaren der Welt. Das alles beeindruckte den vierten Bäcker nicht. Er postierte vor seinem Laden ein Schild, das bescheiden verkündete: "Hier erhalten Sie die feinsten Backwaren in dieser Straße".

Volle Halbtagsgrundschule – ein sehr erfolgreiches Modell muss bleiben!.

Als die Volle Halbtagsschule geschaffen und zunächst als Modellversuch in Westerloy eingerichtet wurde, war die Hoffnung, dass damit die Attraktivität der Schule so gewinnen würde, dass man sich um den Erhalt dieser Schule nicht mehr Sorgen musste. Der Zulauf erforderte allerdings sehr schnell den räumlichen Ausbau für die Zweizügigkeit, denn so stark waren die Schülerzahlen gestiegen! Als Voraussetzung dazu waren die Schuleinzugsbereiche geöffnet worden.



Claus Bade

Die Volle Halbtagsschule beschult die SchülerInnen mit Fachkräften von 8 bis 13 Uhr. Außer in Westerloy ist auch in Ocholt die Volle Halbtagsschule eingerichtet worden.
Einige Jahre später wurde an den übrigen Grundschulen die Verlässlichen Schule eingeführt. Dies bedeutet, dass die SchülerInnen ebenfalls von 8 bis 13 Uhr in der Schule sind. Allerdings werden dazu z. B. Eltern herangezogen, um die Kinder zu beaufsichtigen, es findet also nicht in der gesamten Zeit Unterricht statt.
Der Unterschied an Unterricht macht in Niedersachsen so viel aus, dass an allen Vollen Halbtagsschulen (7 % der Grundschulen) mit Abschaffung der Vollen Halbtagsschulen ca. 70 Lehrkräfte frei werden. Damit möchte das Kultusministerium dem Defizit an Lehrkräften entgegenwirken. Es fehlen allerdings umgerechnet ca. 2.500 LehrerInnen! Da wird also eine erfolgreiche Schulform für diesen „Tropfen auf den heißen Stein“ geopfert!

Wenn wir für Bildung etwas tun wollen (wie wir immer behaupten!), sollten wir anstreben, die Verlässlichen Grundschulen in Volle Halbtagsschulen zu verwandeln! Das sollte der Weg sein!

Offener Brief Volle Halbtagsgrundschulen.

Traueranzeige.

Mit tiefer Trauer haben wir die Nachricht vom Tode unseres Parteimitgliedes Rainer Scheunemann aufgenommen. Rainer hat unserer Stadtratsfraktion von 1992 bis 1996 angehört. Er hat dort engagiert im Interesse der Bürger gewirkt. Wir werden seiner stets in Ehren gedenken.

Peter Drossen, Fraktionssprecher
Claus Bade, Ortsverbandvorsitzender